Erwachsenenweihe

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Namia Silberwinds Zeremonie zum Erwachsenwerden. Durchgeführt von Mondpriesterin Naiona Moonglow.


In Astranaar versammeln sich die Kal'dorei um einer Feierlichkeit Augenzeugen zu werden. Ein Kind der Sterne wird erwachsen.

Kaum Wind weht an diesem Abend. Nur ganz leicht kann man ihn fühlen, wie er sich einen Weg durch den dichten Eschenwald bahnt und über die Straßen Astranaars streicht. Neben dem Gasthaus haben sich die Kal'dorei versammelt. Auch Tauren und Draenei sind in weniger Zahl erschienen. Zwei Frauen treten aus dem Schatten des Gasthauses hervor und bahnen sich ihren Weg durch die Menge nach Vorne, in den Mittelpunkt der Versammlung. Die eine, sehr deutlich zu erkennen, in das helle, weiß silbrige Gewand einer Mondpriesterin gekleidet. Aus Darnassus kennt man diese Mondpriesterin, Naiona Moonglow. Die andere wirkt auf den ersten Moment unscheinbar und fehl am Platz in ein sehr schlichtes, gräuliches Gewand gehüllt. Wer sie kennt kann sie als Namia Silberwind identifizieren. Die Frauen positionieren sich neben dem kleinen Brunnen, an dem bereits seit geraumer Zeit ebenfalls ein Druide in schlichtem, aber festlichem Gewand steht, eine aus hellem Stein gefertigte Schale in seinen Händen, und ein hergerichteter Dolch, schön verziert, an seiner Hüfte.

Die Frau im Gewand der Mondpriesterin blickt von Rechts, über die Versammelten, hinüber nach Links. Ein Lächeln spielt um ihre Züge. Ihre Stimme hallt hell wieder, als sie das Wort in einer Lautstärke erhebt, so dass es in Astranaar gut zu hören sein sollte. Zwischen den zahlreich Erschienenen wird es still, als sie der Mondpriesterin lauschen.


„Elune adore, Schwestern, Brüder, Kriegerinnen, Druiden, Priesterinnen, Händler und Wandernde.“

Die Stimme der Frau senkt sich wieder, findet zu ihrer normalen Lautstärke zurück. Lächelnd, so wie man sie nun den ganzen Abend bestaunen kann, fährt sie fort, eine Rede einläutend.

„Es erfreut mein Herz, dass ihr so Zahlreich zu diesem Augenblick erschienen seid, an dem wir einer jungen Priesterin unsere Segen und Wünsche mit auf den Weg geben wollen.“

Der Blick der Mondpriesterin wandert zu der schlicht bekleideten Frau neben sich, die Augen suchen den Blickkontakt, welchen die junge Frau lächelnd erwidert.

„300 Jahre. Für viele Völker dieser Welt ein Alter, das sie nicht einmal erreichen, und doch für uns beinahe nur ein Augenschlag, ein Moment der vergangen scheint.“


Ihr Blick gleitet wieder zu den Anwesenden, während sie fortfährt. "Und doch ist das erreichen dieses Alters für uns in vielerlei Hinsicht entscheidend, denn wir werden erwachsen. Körperlich sind wir dies schon lange, doch unser Geist konnte sich nach dieser langen Zeit entwickeln und bilden. In 300 Jahren konnten wir unsere Eindrücke dieser Welt sammeln, die für uns wichtig und prägend waren. Wenn wir das Alter von 300 Jahren erreichen, dann hatten wir genügend Zeit um unserer Möglichkeiten kennen zu lernen und unserer Wege zu entscheiden.“

Die Frau setzt einen Augenblick aus. Ein kurzer Moment der Stille, des Luftholens, ehe sie weiter spricht und ihren Blick dabei über die Anwesenden wandern lässt, als wolle sie jeden Einzelnen direkt ansprechen.

"So ist dieses Alter doch sehr wichtig."

"Mit dem Erreichen des dreihundertsten Lebensjahres dürfen wir uns einer Berufung wählen und dieser eigenständig nachgehen. Wer zuvor das Schmiede-, Schneiderei- oder Lederhandwerk durch seine Eltern lernte, darf nun die Prüfungen zum Meister seines Handwerkes angehen oder einen eigenen Laden eröffnen. Wir dürfen die Ausbildung zur Kriegerin unseres Volkes in den Reihen der Schildwache beginnen oder uns dem Glauben Elunes der Schwesternschaft verschreiben, und dort unseren Werdegang beginnen. Und auch wenn viele sich deutlich mehr Zeit lassen, so dürfen wir von nun an einen Begleiter für unser Leben wählen."

"Mit dem Erreichen des dreihundertsten Lebensjahres ändert sich vieles für uns, und viele neue Türen öffnen sich auf unserem Weg. Aber es verschließen sich auch manche. Wenn wir 300 Jahre alt sind, dann werden wir für unsere Fehltritte vollends bestraft werden, denn von nun an sind wir keine Kinder mehr, keine Lernenden auf dem Weg des Erwachsenwerdens. Das Verhalten eines Erwachsenen wird von uns erwartet, und so wird auch erwartet, dass wir mit dem bedachten Denken und Handelns eines Erwachsenen auftreten.“


Die Mondpriesterin streckt einen Arm hinaus, in die Richtung der schlicht bekleideten Frau, als wolle sie den Arm um diese Legen. Ihr Blick ruht dabei weiterhin auf den Anwesenden.

„Das Sternenkind, um welches es heute geht, hat das dreihundertste Lebensjahr schon überschritten, doch möchten wir ihr diese besondere Zeremonie nicht vorenthalten, nur weil die Zeit es bisher nicht zu ließ. Seit einigen Jahren beobachten wir Namia Silberwind auf ihrem Weg, unterstützen sie, geben ihr Kraft und Mut, und haben sie in unsere Gemeinschaft integriert. In unserer Mitte ist sie vieler Freunde fündig geworden.“

Die Frau im weißen Gewand wendet sich nun der Angesprochenen neben sich vollends zu. Ein warmes Lächeln schenkt sie dieser, als auch sie sich zu ihr umdreht. Die folgenden Worte scheinen beinahe nur ihr zu gelten, und doch spricht die Mondpriesterin sie in der Lautstärke, dass jeder Anwesende der dieser Zeremonie beiwohnt es gut hören kann.

„Sie hat mit der Zeit ihren Geist reifen lassen, ihre Eindrücke gesammelt, und so wie ein Spross mit der Zeit gedeiht, wächst und erblüht, so ist auch sie in ihren 300 Jahren des Erwachsenwerdens im Eschenwald gedeiht, innerhalb der Schwesternschaft gewachsen und in ihren diplomatischen Kenntnissen und Fähigkeiten erblüht, und hat darin Erfüllung gefunden.“

Die Mondpriesterin winkt den Druiden heran, welcher mit der, aus hellem Stein gefertigten Schale am Rand gewartet hat, und nun auf das Zeichen der Frau näher tritt. Im inneren der Schale befindet sich ein silbrige Flüssigkeit, welche im Licht des Schreins leicht glitzert. Ohne sich ganz von der jungen Frau vor sich wegzudrehen tunkt die Ältere der beiden Frauen nun ihren Zeige- und Mittelfinger in die helle Flüssigkeit. Mit ihren Fingern malt sie nun auf dem Hals der Jüngeren einen V-Ausschnitt der aber nicht über den Hals hinaus reicht. Darüber platziert sie mit gekonnter Bewegung eine offene Blüte. Während sie die junge Frau bemalt fasst sie ihre Worte von zuvor kurz zusammen, noch immer für alle hörbar, und doch scheint es als wolle sie auch jetzt nur die Frau um die es gerade geht ansprechen.

„Durch das Wasser ihrer Wurzeln gedeiht und vom Licht Elunes gestärkt herangewachsen, zu einer wunderschönen, starken und gesunden Blume.“


Das erste Gewand wird der jungen Frau vom Leib geschnitten. Wie ein Schmetterling auch schält sie sich aus diesem symbolischen Kokon.

Für den kommenden Text wendet die Mondpriesterin das Gesicht wieder zu den Anwesenden, welche still und aufmerksam der Zeremonie folgen. "Aber nicht nur Gutes formt unseren Geist. So wie eine Raupe sich verpuppt und eine Veränderung zum Schmetterling erlebt, so hat auch sie einige Veränderungen durchlebt. Schöne aber auch Schlechte gleichermaßen und ist dabei zu einer jungen, selbstbewussten und starken Frau herangereift.“

Der Druide mit der Schale in der Hand greift nun mit einer Hand nach dem Dolch an seiner Hüfte. In einer fließenden Bewegung übergibt er diesen, mit dem Knauf voran, der Mondpriesterin welche ihn entgegen nimmt. Sie fasst das gräuliche Kleid der junge Frau vor sich am obersten Rand, bedacht und äußerst vorsichtig legt sie den Dolch dort an und schneidet in einer langsamen Bewegung das einfache und schlichte Kleid nach unten auf. Wie eine Knospe öffnet sich das Kleid auf der vorderen Seite, und offenbart darunter ein weiteres Kleid, schöner als das erste, mit mehr Farben und Form. Die junge Frau befreit sich von der nun überflüssigen Schicht. Das graue Kleid fällt zu Boden, wo es keinerlei weitere Beachtung mehr findet. Die Mondpriesterin reicht den Dolch zurück an den Druiden und tunkt dafür ihre Finger ein weiteres Mal in die silbrig schimmernde Flüssigkeit. Sie zeichnet auf der Schulter der jungen Frau einen Schmetterling ab, welcher seine Flügel schön ausgebreitet hat. Der dabei gesprochene Text scheint wieder nur der Hauptfigur des Abends zu gelten, und doch ist er, wie alles weitere auch, deutlich hörbar für die Anwesenden gesprochen.

„Nur wer an sich selbst Schlechtes gesehen und erkannt hat, vermag dies von Gutem zu unterscheiden und sich zu entwickeln.“


Dann wendet sich das Gesicht der älteren Frau wieder an die Versammelten. "Nun hat sie nicht nur Gutes und Schlechtes an sich selbst gefunden und war bestrebt dies zu verändern, sondern auch in ihrem Umfeld, ihrer Umgebung."

"So wie eine Schlange sich von ihrer alten, geschundenen Haut trennt hat auch sie Wunden erlitten, Schmerzen ertragen und Leid gefunden. In ihrem Bestreben diesen Schmerz und das Leid dieser Welt zu lindern zeigt sich ihre frische und neue Hautschicht, welche mit jedem weiteren Tag nur an Schönheit gewinnen kann.“

Abermals lässt die Mondpriesterin sich den Dolch von dem Druiden reichen. Die junge Frau streicht ihre langen Haare über die Schulter nach vorne und wendet der Älteren den Rücken zu. Mit Vorsicht und Bedacht wird der Dolch nun am oberen Teil der Rückseite des Kleides angelegt, und abermals langsam wird das Kleid über den Rücken bis zum Saum hinunter aufgeschnitten. Für die Anwesenden ist das letzte Kleid, welches sich darunter befindet, nun noch nicht zu sehen. Der Dolch wechselt wieder die Hand, zurück zum Druiden, und dann Hilft die Mondpriesterin der jungen Frau beim Ausziehen des Kleides, indem sie ihr den Stoff über die Schultern nach vorne streicht, damit diese aus den Ärmeln schlüpfen kann. Wie das erste Kleid zuvor landet auch dieses auf dem Boden und wird nicht weiter beachtet. Darunter befindet sich nun ein schönes Kleid, das dem der Mondpriesterin sehr ähnlich sieht. Ein sachtes blau, dass bereits in ein türkis zu schwinden scheint, das Gewand einer Priesterin des Tempels Elunes. Die Ältere tunkt ihre Finger ein weiteres Mal in die silbrige Flüssigkeit und malt auf dem noch freien Arm eine Schlange, welche sich um den Arm der jungen Priesterin windet. Wieder spricht sie dabei ihre Worte, laut und gut hörbar, doch augenscheinlich als sollen sie nur der jungen Frau gelten.

„Die Natur macht uns den Einklang miteinander und in uns selbst vor. Wo Leid und Schmerz gesehen werden kann, kann auch Veränderung passieren.“

Der Druide mit den Utensilien begibt sich wieder an seinen ursprünglichen Platz einige Schritte an die Seite, und die Mondpriesterin wendet sich, gemeinsam mit der jungen Priesterin, wieder vollends der Versammlung zu.


"Die Bemalungen auf ihrer Haut zeigen all diese Veränderungen, die sie bis hierher schon durchstanden hat. Die Tättowierung in ihrem Gesicht, ist das dauerhafte Bildnis dieser Veränderungen. Sie soll all die Entwicklungen ihres Werdeganges, aber auch die nun folgenden Wege auf denen sie versuchen will zu wandeln, symbolisieren.“

„Das Blatt, als Zeichen für den Zyklus von allem. Dem Körper, des Wesens, dem Baum dessen Knospen im Frühjahr sprießen um im Sommer zu erblühen, der im Herbst seine Blätter und Früchte von sich wirft und im Winter schläft um im neuen Jahr wieder zu erwachen.“

„Das Blatt, als Symbol von Harmonie und Gleichgewicht, innerhalb der Gesellschaft, innerhalb der Völker und der Natur.“

„Ihr Streben nach Frieden, welchem sie mit vollem Herzen folgt, spiegelt sich in dieser Tätowierung wieder, Streben nach Heilung, für uns, unserer Heimat und die der Welt.“

„Das Kind der Sterne. Eine junge Erwachsene. Eine Frau. So steht sie nun vor uns, in unserer Mitte. Vom Schutz der stärksten Eichen begleitet, von den höchsten Kronen schützend im Arm gehalten, wünschen wir, die Schwesternschaft, ihr, dass sie ihren Weg stolz und erhobenen Hauptes mit vollster Überzeugung gehen wird.“


Die Mondpriesterin setzt einen Moment aus, den Moment nicht nur auf sich selbst wirken lassend, sondern auch den Anwesenden die Zeit dafür gebend. Dann nimmt sie lächelnd ein kleines Säckchen hervor, den Blick nach Vorne richtend. „So bleibt zum Abschluss dieser kleinen Zeremonie nur noch unserer Segen und Wünsche, mit welchen ich freudig beginnen möchte.“

Sie kippt den Inhalt des Säckchens auf ihre Handfläche und breitet das kleine Schmuckstück dann aus. Eine silberne, filigrane Kette. An ihr hängt eine schlichte weiße Feder, welche an einer Seite zur Spitze hin in einem hellen Braun verfärbt ist. Ein kleiner, wenig geschliffener, klarer und weißer Kristall hängt ebenfalls an der Kette und daneben lässt sich noch etwas helles, leicht gelblich verfärbtes erkennen. Womöglich der Zahn oder die Kralle eines Säblers. Sie wendet sich der jungen Priesterin wieder zu, und auch diese sieht nun zu der Mondpriesterin.

„Mein Geschenk, welches ich dir, Namia, mit auf den Weg geben möchte. Der Kristall, der deine Reinheit der Seele widerspiegelt, und dich vor aller Verderbnis auf den Wegen dieser Welt schützen möge. Die Feder, welche deinen Geist beflügeln und deiner Gedanken frei sein lassen soll. Der Zahn eines Säblers, welcher deiner Sinne Schärfe sein soll und deiner Worte Gerechtigkeit.“

Die Mondpriesterin geht dann einen Schritt bei Seite, einem anderen der nun vortreten und seiner Wünsche für sie mitteilen möge Platz schaffend.


Freunde, alte und neue Bekannte treten vor um ihre Wünsche für die junge Frau auszusprechen und ihr Geschenke zu übergeben, welche ihr auf ihrem weiteren Weg Kraft und Mut geben sollen.

Als nächstes tritt der Abenteurer Gahan Sternenblatt vor, verbeugt sich respektvoll wie es sich einer Priesterin gebührt und reicht der jungen Kal'dorei ihr Geschenk. Es ist ein ein breiter silberner Armreif mit schwarzem, eindeutig taurischen Verzierungsmuster.

"Ein Armschmuck, welchen ich auf meinen langen Reisen von einem taurischen Freund bekommen hatte. Man sagt, dass dieser alle bösen Geister abwehrt und einen vor ihnen schützen möge. Ich dachte, es wäre ein ideales Geschenk für diesen Anlass."


Die Priesterin, der diese Zeremonie gilt, lächelt ihr Gegenüber warm und sanft an, ehe sie ihm dankt und dieser zurücktritt, um den nächsten vorzulassen. Druide Tanduil Schattenrose ist der nächste, der Namia sein Geschenk und seine Glückwünsche übergibt. Er greift nach der Hand der Priesterin und drückt ihr die kleine, filigrane Figur eines Frostsäblers in die Hand, mit den Worten:

"Das ist mein Geschenk an Euch. Ich wünsche Euch noch alles Gute auf Euren Wegen und dass Elune Euch immer leiten wird."


Die junge Kal'dorei bedankt sich bei ihrem Bruder mit einem herzlichen Lächeln und warmen Worten, ehe sich der Druide zurück an seinen Platz stellt und sich der nächste Nachtelf zu Namia begibt. Es ist der Druide Elvadar Laubschatten.

"Ishnu'alah. Auch wenn Ihr mich nicht kennen mögt, so kenne ich Euch und habe von Euren Taten gehört. Auch wir, der Zirkel des Cenarius, freuen uns über tapfere Wesen wie Euch und möchten Euch ebenso beglückwünschen. Hierfür möchte ich Euch das hier geben."

Der Druide holt ein Armband heraus. Es besteht aus zwei dünnen Zweigen, die sich in einer scheinbar endlosen Spirale umeinander winden. Zwischen diesen Windungen befinden sich die unterschiedlichsten kleinen Schmuckstücke - Sterne, Vollmonde, Halbmonde, Viertelmonde und auch verschiedene Blümchen. Der Druide spricht weiter:

"So lange Ihr diesen tragt, wird Euch die Natur immer behüten."


Elvadar Laubschatten tritt zurück an seinen Platz und an seiner Stelle gesellt sich der Druide Thyrion Sternenfänger zu Namia, der sie mit einer Verbeugung begrüßt und folgende Worte an sie richtet:

"Ihr wisst, wie ich schon immer von Eurer Bedeutung für unser Volk und dem Wert Eures Lebens überzeugt war und daran halte ich fest."

Der Druide streckt die Handfläche aus. In ihr liegt ein kleines, dunkelgrünes Stück getrockneter Rinde und er übergibt ihr diese Gabe.

"Leider habe ich kein Schmuckstück für Euch. Sondern etwas, was mich für immer an Euch binden wird."


Mit diesen Worten und einer tiefen Verbeugung tritt er zurück und Hauptmann Yardalin Sturmklinge stellt sich vor die junge Priesterin.

"Auch ich habe eine Kleinigkeit für Euch, es ist zwar Äußerlich nicht sehr beeindruckend, doch es hat eine tiefgehendere Bedeutung, die Ihr nie vergessen solltet."

Der Hauptmann holt einen etwa 15cm langen Silithidenstachel aus einem ihrer Beutel hervor und überreicht ihr diesen.

"Als ich in Silithus gegen die Silithiden gekämpft habe, habe ich einen von diesen hier mitgenommen. Als junge Priesterin werdet Ihr in Zukunft noch an etlichen Schlachten und Kriegen teilnehmen, auch an diplomatischen Verhandlungen, politischen Ereignissen und der ganze Kram eben. Manches mag aussichtslos sein, vieles kann einem unendlich lang vorkommen und auch können Verluste geschrieben werden, doch dieser Stachel deutet einen kleinen Trostpreis, denn für uns heißt es, dass der Feind weniger gibt. Damit Ihr stets ehrgeizig bleibt und niemals aufgebt, solltet Ihr Euch auch über die kleinen Siege und Ereignisse freuen und niemals Euer Ziel vor Augen verlieren. Solange Ihr Euer Bestes geben werdet, seid Ihr auf dem Weg zum Sieg. Und auch wenn Ihr Niederlagen einstecken müsst, verloren habt Ihr erst dann, wenn Ihr aufgebt."

Namia verbeugt sich, ob der großen Worte, respektvoll und bedankt sich auch hier mit einem warmen Lächeln und dem Versprechen, dass sie dies Gesagte bei sich in ihrem Herzen tragen werde. Der Hauptmann, als Letzte in der Reihe, tritt zurück.


Zum gelungenem Abschluss des Abends wurde ein Buffet hergerichtet, zu welchem die junge Erwachsene einläd um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Die junge Nachtelfe, um die es in dieser Zeremonie geht, hebt die Stimme und spricht klar und deutlich zu den Anwesenden: "Wer noch bleiben und den Abend ausklingen lassen möchte, ist herzlich dazu eingeladen."

Sie zeigt dabei auf das Gebäude gegenüber des Gasthauses und schreitet selbstbewusst und erhobenen Hauptes voran, mit dem Wissen, dass ihr viele Folgen werden.


Der noch übrige Abend wird am dafür speziell hergerichteten Buffet verbracht. Man unterhält sich, der Musik wird gelauscht, welche gespielt wird, neue Kontakte werden geknüpft und alte aufgefrischt.