Ethil'falla 2016

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Ethil'falla Hauptartikel Ethil'falla, Jahr 39

Die Kal'dorei haben sich zum Ethil'falla im Tempel von Darnassus eingefunden.

Die Kal'dorei haben sich im Tempel des Mondes von Darnassus versammelt. Eine bunte Mischung aus Jung und Alt ist an diesem Tage im Tempel vorzufinden. Einige Frauen haben Kleinkinder auf den Armen, teilweise Säuglinge, oder junge Kinder an der Hand, weswegen ab und an ein Kind zu jammern hören ist. Mondpriesterin Naiona Moonglow und Nehalennia Sternenweber, sowie die Priesterin Jandria und zwei Novizinnen, darunter Deluna Len'dorel, haben sich vor dem Herzstück des Tempels positioniert.

Mondpriesterin Naiona Moonglow breitet die Arme in einer einladenden Geste aus. Sie erhebt die Stimme und während ihre Worte klar und deutlich von den erhellten Wänden des Tempels widerhallen, senken sich die Arme nach und nach bis diese zuletzt wieder vor ihrem Bauch zueinandergefunden haben. Die Finger sind miteinander verschränkt.

„Elune-adore, werte Freunde, Familien, Reisende und Gäste, die ihr hier heute zu diesem wundervollen Fest erschienen seid.“

Sie macht eine nur kurze Wortpause, ehe sie weiter spricht. „Dem Ethil'falla. Dem Fest zu Ehren unserer Göttin, die uns unser Leben schenkte und die ihre wachsamen Augen auf jenes richtet und es leitet. Zu Ehren unseres von ihr geschenktem Lebens.“

Naiona Moonglows Augen wandern über die Anwesenden. Während sie spricht richtet sich ihr Blick immer mal wieder an eine andere Stelle des Raumes, um allen Anwesenden das Gefühl zu vermitteln von ihr angesprochen zu sein.

„In dieser Nacht ist die Präsenz unserer Göttin am stärksten, ihr Glanz am klarsten und ihre Kraft am größten. Es ist die längste Nacht des Jahres, die Nacht in der wir das Antlitz unserer Mutter und ihre spendende Kraft am deutlichsten sehen und spüren können.“

Sie macht erneut eine kurze Pause, um die Worte auf sich selbst und die Anwesenden wirken zu lassen. „Wir wollen in dieser Nacht unserer Mutter für all die Dinge, die sie für uns tut, danken. Für all die Gaben die sie uns darbringt. Für all die Fruchtbarkeit unserer Wälder und Tiere und unserer Frauen und Mütter, die unser Leben erhalten und wahren. Ein jeder von uns hat seinen eigenen Grund unserer Mutter dankbar zu sein, und all diese Gründe sollen heute besonderes Gehör erhalten.“

Sie hält einen Moment inne, während sie die Augen durch die Reihen wandern lässt. Und auch während sie weiter spricht wandern ihre Augen weiter. „So wie ein Leben endet, beginnt irgendwo ein neues. Dessen halten wir uns vor Augen, halten wir in unseren Gedanken und Herzen. Wo das Leben ergraut findet unsere Mutter die Kraft an anderer Stelle Leben zu geben. Sie trägt die Last all unserer Leben auf sich und so dürfen wir nicht vergessen, dass es unsere Last ist dieses Leben zu schützen. Ihrer Barmherzigkeit und Güte verdanken wir alles um uns herum. Jeden Baum, jedes Tier, die Beeren und Kräuter. Jeder Halm steht unter ihrem wachendem Licht und wächst unter diesem heran, bis er groß genug ist und reife Früchte tragen kann.“

„So wie ein Busch in voller Blüte stehen und reife, große Früchte an ihm hängen können, können auch wir erblühen und voller reifer Früchte sein. Die Blüten unserer Jugend und die Früchte unseres Schaffens die wir ernten wollen.“

„Wir wollen uns heute auch darauf besinnen, was das Leben bedeutet, was es ausmacht. Freuden und Trauer. Schmerz und Heilung. Aufopferung und Liebe. Die Freude an geschaffenem oder geschafftem. Die Trauer an verlorenem oder vergessenem. Die Aufopferung einer Mutter, dessen Kinder Liebe sie nicht missen will. Es gibt noch so viel mehr Dinge die das Leben ausmachen, noch so viel mehr was wir nennen könnten, noch so viel für das wir dankbar sein wollen.“

Naiona Moonglows Stimme ist während des Sprechens nach und nach ruhiger geworden, doch nun erhebt sie die Stimme wieder kraftvoller, so dass man erneut den Klang ihrer Worte deutlich von den Wänden widerhallen hören kann. „Deswegen lasst uns gemeinsam beten. Ein Dankgebet an unsere Mutter Elune, wozu ich jeden herzlichst einlade, der will, mit zu sprechen.“

Sie lässt die Augen noch einen Moment auf den Anwesenden ruhen, bevor sie dann die Hände an ihre Brust hebt und diese gefaltet auf dieser ruhen lässt. Die Augenlider schließen sich und der Kopf neigt sich nach unten, bis das Kinn beinahe die Brust berührt. Ihre Schwestern, die mit ihr die vorderste Reihe teilen, machen es ihr gleich.


Mutter Elune, die Du wachst am Nachthimmel
deren Namen ich heiligen und ehren will

Deren Ruf ich folgen will
und deren Willen geschehen soll

Ich will nehmen, was Du mir gibst
mich zu laben an Deinen zahlreichen Gaben

In Deinem Tempel will ich besingen
von Deiner Kraft und Herrlichkeit

Die Du reichst mir die Hand in dunkelster Stund
zu führen mich in Dein strahlendes Licht

Ewiglich will ich Deiner folgen
bis in das Mondlicht


Nach und nach bringen die Kal'dorei ihre Opfergaben dar.

Die Priesterinnen heben die Köpfe wieder an. Naiona Moonglows Hände wandern zurück an den Bauch wo sie diese ruhen lässt. Einen Moment des Schweigens lässt sie noch vergehen, bevor sie die Augen öffnet um die Anwesenden erneut anzusehen. Einmal geht ihr Blick durch die Reihen bevor sie erneut das Wort ergreift. „So wie es in dieser Nacht Brauch ist, wollen wir unserer Mutter Elune nun unsere Gaben darreichen, um unsere Dankbarkeit und Demut zu zeigen. Ich möchte dazu jeden bitten, nacheinander vorzutreten und seine Gaben an unsere Mutter hier auf den Stein zu legen.“

Sie löst die verschränkten Finger um mit der linken Hand neben sich auf den Stein zu deuten, der den Mondbrunnen, das Zentrum des Tempels, umringt. „Und so wie es üblich ist, beginnen die Priesterinnen.“

Naiona Moonglow wendet sich dann an Deluna Len'dorel um sich von ihr eine silberne, fein verzierte Schale Wasser reichen zu lassen. Mit dieser Schale Wasser, in beiden Händen haltend, begibt sie sich vor den Mondbrunnen um diese Schale auf den Stein zu legen. Ihre Hände finden neben dem silbernen Geschirr Platz, flach legt sie diese auf den kühlen Stein. Die Mondpriesterin geht etwas in die Knie und senkt den Kopf vor um ihre Stirn gegen den kalten Stein zu halten. Dann schließt sie die Augenlider und schweigt einen kurzen Moment, einige Augenblicke in denen man vermuten kann, dass sie in Gedanken wohl einige Worte spricht. Erst dann öffnet sie auch die Lippen um mit ihrer bereits bekannten, klaren, hellen Stimme noch etwas zu sagen. „Dein Wasser, das Du segnest und das uns nährt. Ich danke für diese Gabe von Dir, danke für all die Leben die Dein Wasser rettete und für das Leben, das es schenkte.“

Sie lässt abermals einen kurzen Moment verstreichen um dann ihre Augen wieder zu öffnen und sich aus ihrer Position zu erheben. Lächelnd sieht sie zu den Priesterinnen, um dann der Nächsten Platz zu machen, als sie sich wieder zurück an ihren alten begibt.

Nehalennia Sternenweber nimmt einen Kräuterbund in die Hände, die Pflanzen sehen getrocknet aus. Vorsichtig greifend hebt sie diese an ihre Nase, scheint kurz daran zu riechen, dann begibt sie sich an den Mondbrunnen, zu der Stelle an der Naiona Moonglow eben stand. Sie legt den Bund Kräuter auf den Rand des Mondbrunnens. Mit klarer Stimme, aber normaler Lautstärke spricht sie einige Worte. „Elune, weiße Mutter, ich danke Dir für die Fähigkeit Leben zu retten und zu erhalten. Möge die Schwesternschaft Dir weiterhin gut dienen.“

Nach Mondpriesterin Nehalennia Sternenweber tritt Priesterin Jandria an ihre Stelle vor den Mondbrunnen. Sie legt eine eingerollte Schriftrolle nieder, direkt neben die Wasserschale, ehe sie den Kopf leicht nach vorn neigt und die Augen schließt. Für wenige Augenblicke verharrt sie so, ehe sie sich zurück an die Seite Nehalennia Sternenwebers stellt.

Dann tritt die Novizin Deluna Len'dorel vor den Mondbrunnen, in ihren Händen ein Buch, welches sie dann neben die Schriftrolle legt. Sie neigt ihren Kopf als sie in einem leicht ernsten und dennoch ruhigem Ton zu sprechen beginnnt. „Dein Wissen, welches Du uns weitergibst und uns weiser machst. Ich danke Dir für diese Gabe von Dir, für all das Wissen, welches wir annehmen durften und in die richtige Tat umsetzen dürfen, was uns am Leben hält.“

Eine weitere Novizin tritt als fünfte an den Mondbrunnen heran und legt auf die andere Seite der Wasserschale ein kleines Stofftier nieder, das einem Säbler ähnelt. Am einen oder anderen Finger der Novizin kann man kleine Verbände sehen. Zwar sieht sie zum Mondbrunnen, doch scheint sie den Gästen erklären zu wollen, wofür sie opfert. „Erst vor zwei Wochen brachte meine Schwester ihren Sohn zur Welt. Ich danke Elune für dieses wundervolle Geschenk. Niemals werde ich den ersten Schrei meines Neffen vergessen, den Schrei des Lebens. Ich bitte Dich, Mondmutter, halte Deine Hand schützend über ihn. Nimm meine Opfergabe an, die ich mit Liebe und Glück im Herzen selbst machte.“ Die Novizin dreht sich um, lächelt einer ihr ähnlich sehenden Kal'dorei mit einem Säugling im Arm zu, bevor sie sich neben Priesterin Jandria stellt und damit den Gästen Platz macht.

Ein Mann tritt vor, der eine Schale mit Obst darbringt. Manche mögen ihn als den örtlichen Bauer wiedererkennen. Wie Mondpriesterin Moonglow kniet er nieder und legt seine Stirn an der Kante des kühlen Steins ab. „Elune, große Göttin, ich danke Dir für den fruchtbaren Boden, den guten Regen. Ich danke Dir für die reiche Ernte, die ich in diesem Jahr einfahren konnte.“ Nach seiner kurzen Ansprache erhebt sich der Bauer und tritt bei Seite.

Ein weiterer Mann stellt sich vor den Brunnen, an seinem Rücken ist ein Bogen befestigt. Ein eingerolltes Stück Pelz legt er auf den Stein, reiht sein Opfer zu den anderen ein. Mit knappen Worten, aber doch vom Herzen, bedankt er sich für die gute Jagd in diesem Jahr, auf dass er seine Familie ernähren konnte und macht dem nächsten Platz.

Eine Frau tritt an den Mondbrunnen heran, in ihrer Hand hält sie eine Rolle Garn, welches sie auf den Opferstein legt. Mit leisen, aber für näherstehende Kal'dorei noch hörbar, bedankt sie sich für das gute Geschäft und für die ertragreiche Ernte an Leinenfasern, woraus sie Stoffe weben und daraus Kleider für ihre Brüdern und Schwestern nähen konnte. Einen Moment bleibt sie noch schweigend am Brunnen, ehe sie zur Seite tritt.

Kleine, helle Punkte leuchten hier und da auf, beginnen sich sacht zu bewegen und werden immer schneller und schneller. Sie tanzen durch den Tempel, ziehen schmal und kaum erkennbar seichte Schweife hinter sich her, malen mit diesen Kreise und Striche durch die Luft. Wo sie umherfliegen strahlt ihr Licht von den weißen Wänden des Tempels zurück, erhellen so das Innere des Gemäuers. Jede Gabe scheint den Lichtern Freude zu bereitet, erzittern sie fast förmlich und werden kurz noch schneller. Man mag den Klang der Melodie, zu der die Lichter tanzen mögen, beinahe selbst im Kopf zu vernehmen, bis sie zuletzt verstummen, langsamer werden und doch nicht vollends verschwinden.

Es treten noch weitere Kal'dorei vor, viele von ihnen stellen ihre Opfergaben auf dem Stein ab und sprechen, laut oder leise, ihre Worte, danken der Göttin.

Eltern reihen sich mit ihren Kindern ein um diese und sich selbst von einer Mondpriesterin segnen zu lassen.

Naiona Moonglow wartet noch, bis der letzte seinen Platz in den Reihen der Anwesenden wiedergefunden hat. Ihr Blick schweift über die Anwesenden als sie lächelnd das Wort erhebt. Klar und deutlich hallen die Laute von den Wänden wieder. „Jedes unserer Worte finde seinen Weg an das Ohr der Göttin und möge auch sie erfreuen, dass ihre Taten für uns geehrt und geschätzt werden.“

„Nun, wo wir der Göttin für ihre Gaben gedankt haben, wollen wir auch ihre schönsten Wunder bestaunen und ihnen den Segen Elunes mitgeben. Das wohl größte und schönste Wunder ist, wenn ein Kal'dorei das Licht unserer Mutter erblickt.“

Die Mondpriesterin schaut lächelnd durch die Reihen und hebt dann für einen Moment die Arme zu den Seiten an. „Doch auch die Mütter der Kinder unseres Volkes sollen den Segen Elunes erhalten, denn sie sind unserer Göttin in diesem Moment sehr ähnlich. Sie opfern sich für die Kleinsten unter uns auf, halten sie schützend in ihren Armen, lieben ohne Erwartungen, ziehen ihre Kinder auf und leiten sie an. Denn eines ihrer Kinder steht womöglich einmal hier, an meiner Stelle, oder führt unsere Kriegerinnen in die Schlacht. Auch die großen, bekannten Namen waren alle einmal Kinder, die ihr Leben gerade erst begonnen.“

Sie lässt ihre Arme dann wieder sinken und die Hände vor ihrem Bauch zueinander finden. Sie lässt einen Moment der Stille verstreichen, bevor sie noch etwas hinzufügt. „Das Geschenk des Lebens direkt unter dem Herzen zu tragen, eine jede Kal'dorei die dieser Erfahrung reicher werden durfte, wird ihre ganz eigenen Erfahrungen damit gemacht haben, doch würden wir sie fragen, würden sie wohl alle gleich antworten: Wunderschön.“

Ein kurzes, raunendes Lachen geht durch die Anwesenden und auch die Priesterinnen und Novizinnen lassen ein Lächeln sehen. Manch einer mag diese Worte deutlicher nachzuvollziehen als ein anderer, aber dennoch scheinen sie gleichermaßen amüsiert darüber. Die Mondpriesterin lässt ebenfalls ein Schmunzeln von sich sehen, das deutlich zeigt wie die Freude des Raumes auf sie übergegangen ist, bevor sie dann wieder weiter spricht.

„So möchte ich nun die Mütter und Väter hervor bitten, die in diesem Jahr ein Kind gebaren um diesen den Segen der Göttin zu gewähren. Aber auch diejenigen, die ihre jungen Kinder mitgebracht haben um ihnen den Segen geben zu lassen, möchte ich dazu einladen sich einzureihen.“

Deluna Len'dorel geht eine Schale mit Wasser holen und stellt sich mit dieser neben die leitende Mondpriesterin. Währenddessen reihen sich bereits einige der Anwesenden vor der Mondpriesterin ein, ganz vorne ein junges Elternpaar mit einem kleinen Kind auf dem Arm.

Naiona Moonglow taucht ihre Fingerspitzen in die Schale voll Wasser und lässt ein, zwei Tropfen auf die Stirn des Kindes fallen, bevor sie die Fingerspitzen auf die Stirn des Kindes legt und in einer kleinen Bewegung einen halben Kreis darauf malt. Ihre Worte werden nun leiser, wenn gleich auch noch deutlich hörbar, nur für das Kind bestimmt. „Elune möge jedem deiner Schritte aufmerksam sein, dich bewachen und leiten.“

Sie taucht ihre Fingerspitzen erneut in das Wasser um auch den Eltern des Kindes einen halben Kreis auf die Stirn zu zeichnen. „Im Licht der Göttin werden Wunden heilen und Narben verblassen, Gesundheit, Kraft und Freude mögen an ihrer Stelle stehen.“

Die Eltern lächeln dankbar und sprechen ebensolche Worte, fühlen sich sichtlich geehrt. Fast schon könnte man meinen, der Vater hätte Tränen in den Augen. Sie machen Platz für die nächste, eine Mutter die ein kleines Kind in den Armen hält, einen Säugling. Der Bauch, der viele Monate das Kind gehalten hatte, ist noch zu erkennen.

Naiona Moonglow taucht ihre Fingerspitzen in die Schale voll Wasser und lässt ein, zwei Tropfen auf die Stirn des Kindes fallen, bevor sie die Fingerspitzen auf die Stirn des Kindes legt und in einer kleinen Bewegung einen Halbkreis darauf malt. „Elune möge jedem deiner Schritte aufmerksam sein, dich bewachen und leiten.“

Sie taucht ihre Fingerspitzen erneut in das Wasser um auch der Mutter des Kindes einen halben Kreis auf die Stirn zu zeichnen. „Im Licht der Göttin werden Wunden heilen und Narben verblassen, Gesundheit, Kraft und Freude mögen an ihrer Stelle stehen.“

Mit dankenden Worten tritt diese Mutter bei Seite. Eine weitere Mutter stellt sich vor die Mondpriesterin, neben ihr ein Mann, offenbar der Vater, der eine Hand der Frau in seiner hält. Auf der anderen Seite hält sie im Arm ein kleines Mädchen, einige Monate alt.

Mondpriesterin Nehalennia Sternenweber schlachtet zu Ehren der Göttin einen Eber.

Naiona Moonglow taucht ihre Fingerspitzen in die Schale voll Wasser und lässt ein, zwei Tropfen auf die Stirn des Kindes fallen, bevor sie die Fingerspitzen auf die Stirn des Kindes legt und in einer kleinen Bewegung einen Halbkreis darauf malt. „Elune möge jedem deiner Schritte aufmerksam sein, dich bewachen und leiten.“

Sie taucht ihre Fingerspitzen erneut in das Wasser um auch den Eltern des Kindes einen halben Kreis auf die Stirn zu zeichnen. „Im Licht der Göttin werden Wunden heilen und Narben verblassen, Gesundheit, Kraft und Freude mögen an ihrer Stelle stehen.“

Die Eltern bedanken sich bei der Mondpriesterin, neigen den Kopf und gehen dann zurück in die Menge um denen hinter sich Platz zu machen. Ein Vater tritt vor, an seiner Seite ein kleines Kind, ein Junge, dessen Hand er hält. Das Bild und die traurigen Augen von Vater und Sohn lassen vermuten, dass die Mutter nicht anwesend sein kann, auch wenn sie wollte.

Die Mondpriesterin taucht ihre Fingerspitzen in die Schale voll Wasser und lässt ein, zwei Tropfen auf die Stirn des Kindes fallen, bevor sie die Fingerspitzen auf die Stirn des Kindes legt und in einer kleinen Bewegung einen halben Kreis darauf malt, bevor sie dem Jungen dann noch mit der Hand über die Haare fährt. „Elune möge jedem deiner Schritte aufmerksam sein, dich bewachen und leiten.“

Sie taucht ihre Fingerspitzen erneut in das Wasser um auch dem Vater des Kindes einen halben Kreis auf die Stirn zu zeichnen. „Im Licht der Göttin werden Wunden heilen und Narben verblassen, Gesundheit, Kraft und Freude mögen an ihrer Stelle stehen.“

Naiona Moonglow wendet sich, nachdem die letzten wieder in die Reihen der Anwesenden gefunden haben, diesen zu und hebt die Stimme ein weiteres Mal an diesem Abend an. Die Arme breitet sie dazu aus, alle einbeziehen wollend, alle ansprechen wollend. „Ich möchte nun alle bitten, mir für den Abschluss dieses Festes an die festliche Tafel vor dem Tempel zu folgen. Wir wollen uns gemeinsam an den Gaben der Göttin erfreuen, ihr zu Ehren einen Eber schlachten und dessen köstliches Fleisch bei frisch gepressten Säften verzehren.“

Die Mondpriesterin setzt sich in Bewegung um zwischen den Anwesenden hindurch zu gehen und den Weg zu weisen. Ihre Schwestern folgen ihr und nach jenen auch die Anwesenden.

Einige Meter neben der festlichen Tafel stehen drei Jägerinnen auf einem ausgebreiteten Tuch, eine von ihnen hält einen Eber am Strick, eine andere hält eine große Schale bereit. Das Tier scheint sichtlich nervös, zerrt es doch immer wieder an dem Strick. Nehalennia|Sternenweber begibt sich zu einer der Jägerinnen und lässt sich von dieser eine Schürze, so wie einen Dolch reichen, ein schönes, silbernes Stück, offenbar für Festlichkeiten wie diese vorgesehen.

„Im Namen der Göttin wird diesem Tier sein kostbares Leben genommen, um unseres zu erhalten. Alles Leben steht in einem empfindlichen Gleichgewicht zusammen. Eines Tages wird auch mein kostbares Leben genommen, mein Körper kehrt zurück zur Natur, um die Existenz der anderen Wesen zu erhalten.“

Das Buffet des Ethil'fallas an welchem die Kal'dorei sich in dieser Nacht erfreuen.

Die Jägerinnen bringen das Tier in Position, halten es gut fest, während die Mondpriesterin sich die Schürze umlegt. Dann geht diese zu dem Tier, streicht ihm mit der linken Hand über die Stelle des Herzes, den Dolch in der rechten Hand davor anhebend.

„Wir danken für das Fleisch, das uns nährt, uns stärkt und Gesundheit bringt. Wir danken für die Gabe unserer Mutter, die uns all dies zu Teil werden lässt.“ Dann drückt sie den Dolch in das Herz des Ebers. Dieser quiekt kurz auf, bevor er verstummt und in sich zusammen sackt. „Wir danken deinem Opfer, das uns dies ermöglicht. Möge deine Seele in Frieden auf den grünen Ebenen verweilen.“

Nehalennia Sternenweber entfernt sich dann wieder von dem Tier, reicht den Dolch und die Schürze zurück an eine Jägerin und überlässt das Ausbluten des Tieres offenbar auch ihnen, sie selbst stellt sich zu ihren Tempelschwestern. Naiona Moonglow löst ihren Blick von dem toten Tier und richtet das Wort wieder an die Anwesenden.

„Nun neigt sich das Fest zu Ehren unserer Göttin dem Ende, doch die Nacht beginnt gerade erst. So wollen wir gemeinsam die stärkende Präsenz unserer Mutter genießen, wollen gemeinsam ihrer Gaben speisen und ihrem Lichte bestaunen, das heller als anderer Tage in dieser Nacht zu sehen sein wird. Die Schwesternschaft lädt dazu jeden ein sich an die festliche Tafel zu setzen, die hier aufgebaut wurde. Zu speisen, zu singen, zu tanzen und zu lachen, dem Leben froh zu sein, das unsere Mutter uns schenkte und dem wir dankbar sind.“

Und während im Hintergrund ein Metzger seiner Arbeit an dem toten Eber nachgeht, beginnen die Anwesenden bereits zu speisen. Anderswo stehen Priesterinnen und Novizinnen die Säfte pressen, Obstschalen nachlegen oder Tee ausschenken.