Kal'falor a'nor 2016

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Die Kal'dorei sammeln sich vor dem Tempel des Mondes.

Laternen erleuchten die Stadt auf der Krone der Erde. Obwohl es bereits anfängt zu dämmern sind die Straßen vom hellen Licht der zahlreichen Laternen, die in ganz Darnassus aufgestellt wurden oder, an Seilen festgehalten, bereits dem dunklen Nachthimmel entgegen steigen wollen, erleuchtet. Die Mondpriesterin, welche das Fest in diesem Jahr leitet, Naiona Moonglow schaut durch die Personen, welche sich für den heutigen Anlass vor dem Tempel des Mondes versammelt haben. Sie lächelt und ihre Gesichtszüge strahlen eine gewisse Glückseligkeit aus. Für die folgenden Worte hebt sie ihre Arme zu den Seiten, als wolle sie andeuten jeden zu umarmen, einzubeziehen und einzuladen der Zeremonie zu folgen.

"Elune adore Kinder der Sterne, die ihr euch heute hier versammelt habt. Es erfüllt mein Herz mit Freude, dass die Anteilnahme auch in diesem Jahr wieder so zahlreich ist."

Die Mondpriesterin senkt die Arme um die Hände vor ihrem Bauch zu platzieren, so dass die Finger zueinander finden können und sich miteinander verschränken. Ehe sie das Wort dann wieder an die Anwesenden richtet.

"Viel ist in einem Jahr geschehen. Wir alle hatten in diesem Jahr Verluste zu beklagen. Nicht nur durch den Tod einiger, die ihr Leben auf die eine oder andere Weise für unsere Zukunft ließen, sondern auch den Verlust durch die Trennung derjenigen die Abschied auf unbestimmte Zeiten nahmen." Sie hält einen Moment inne, lässt die Worte nicht nur auf sich selbst wirken, sondern gibt damit auch den Anwesenden die Zeit dazu.

"In einem Jahr haben wir viel erreichen können, aber wo Krieg ein zieht wird es auch den Schmerz des Verlustes geben."

"Wir konnten in diesem Jahr den Turm von Althalaxx an der Dunkelküste zurückgewinnen und unser Reich von den, bis dahin eingezogenen, Kultisten befreien. Der Sieg an diesem Ort forderte Opfer, die, geleitet von ihrem Mut, einen Vorstoß erzielen konnten und derer wir heute dafür, und darüber hinaus, gedenken wollen."

"Wir konnten weiterhin im vergangenem Jahr den Norden der Dunkelküste gegen die furcht einflößenden Naga halten, aber auch dies erforderte viele Opfer, bis wir nun, letztendlich dennoch siegreich, den Norden zurückerlangen konnten. Das wir unsere Position halten konnten verdanken wir auch jenen, die in ihrem Glauben für eine bessere Zeit an diesem Ort gestorben sind, und ebenfalls denen, die in der finalen Schlacht ihr Leben ließen. Auch ihnen wollen wir heute unsere Gedanken zukommen lassen."

"Das Wohl größte Ereignis des vergangenen Jahres, welches noch gar nicht lange zurück liegt, war der gemeinsame Schlachtzug mit der Horde gegen die Dämonen des Eschenwaldes. Er bedeutete einen Wandel und Veränderungen in vielerlei Hinsicht. Viele Schildwachen und Priesterinnen ließen ihr Leben in ihrer Hoffnung auf einen Frieden dessen Wahrung nun in unseren Händen liegt. Ganz besonders ihnen wollen wir heute unsere Gedanken widmen, die den Grundstein für Frieden und die nun folgende Ruhe im Eschenwald gelegt haben und die eine Saat der Heilung für den Wald hinterließen."

Die Mondpriesterin neigt ihren Kopf ein Stück. "Für all Jene wollen wir einen Augenblick der Stille einhalten, ein Augenblick an dem wir unsere Gedanken allein ihnen widmen wollen, so wie wir es für richtig halten." Dann senkt sie ihren Kopf vollends und verschließt ihre Augen. Sie faltet die Hände und hebt diese bis an ihre Brust an. Schweigend verweilt sie so, gemeinsam mit den Anwesenden welche ihrem Beispiel gefolgt sind und eine Minute des Schweigens und der Trauer einhalten. Sie öffnet erst nach einer Weile die Augen und hebt auch den Kopf wieder an um auf die Anwesenden zu sehen. Abwartend und weiterhin stillschweigend wartet sie noch einen weiteren Moment um jedem der noch etwas mehr Zeit braucht diese auch zu geben. Erst dann spricht sie weiter.

"Wir haben Brüder und Schwestern, Familie und Verwandte, Freunde und Bekannte oder Reisende und Abenteurer ziehen sehen."

"Diejenigen, die für immer von uns gegangen sind tauchen nun im Meer der Sterne, geborgen in den liebenden Armen unserer Mutter und erhellen unsere dunkelsten Stunden von ihrer Seite aus. Scheinen sie auch fern zu sein, sehen sie doch nun gemeinsam mit unserer Mutter auf uns und sind so immer an unserer Seite, aber vor allem in unseren Herzen und Gedanken."

"Besonders in diesen Tagen wollen wir die Hoffnungen unserer Herzen zu ihnen schicken, unsere Gedanken bei ihnen verweilen lassen und den suchenden Seelen den Weg an die Seite unserer großen Mutter weisen."

Die Kal'dorei gehen in einem Laternenumzug durch Darnassus.

"Diejenigen, die von uns gingen um eine Reise anzutreten die ungewiss scheint und deren Rückkehr nicht abzusehen ist, werden von unserer Mutter begleitet und behütet. Niemals lässt sie ihre Kinder alleine, sie wird ihnen die nötige Kraft und den notwendigen Mut geben um die Prüfungen, die der Weg vor ihren Füßen für sie bereit hält, zu meistern und die Steine und Felsen auf diesem zu überwinden."

Naiona Moonglows Lippen erfüllt nun ein zaghaftes Lächeln. Ein aufrichtiges, ehrliches und gutmütiges Lächeln. "So wollen wir dafür Karten beschriften, mit unseren Gedanken, Wünschen und Hoffnungen, um diese mit den Laternen zusammen in den Himmel hinaufsteigen zu lassen." Ihren Worten folgt ein Blick und ein Nicken an die bereit stehenden Priesterinnen.

Deluna Len'dorel und Namia Silberwind weichen von der Seite der Mondpriesterin und stellen sich an die Tische, auf denen die Laternen für die spätere Zeit bereitstehen. Jede einen Stapel an Kärtchen und Kohlestifte in ausreichender Zahl bei sich, vergeben sie diese Dinge an die Kal'dorei. Die Mondpriesterin selbst wartet bis zuletzt, ehe sie sich eine Karte geben lässt. Für einige Minuten kann man nur leises Flüstern vernehmen und das kratzen der Stifte auf den Karten. Die Mondpriesterin wartet geduldig bis jeder fertig geschrieben hat. Erst dann fährt sie fort und lässt die Laternen austeilen.

"Es möge sich nun noch jeder eine brennende Laterne geben lassen, damit wir nun gemeinsam den Pfad aus Sternen entlang gehen um die Seelen unserer Freunde und Liebsten auf uns aufmerksam zu machen."

Abermals wartet die Mondpriesterin geduldig darauf, dass die Laternen von Deluna Len'dorel und Namia Silberwind verteilt wurden. Erneut ist sie die letzte die sich eine Laterne geben lässt, ehe sie dann lächelnd durch die Anwesenden schaut. "Dann folgt mir nun, durch unsere schöne Stadt, für den Laternenumzug."

Naiona Moonglow schreitet mit langsamen, geschmeidigen aber langen Schritten voran. In ihrer beiden Hände hält sie die Laterne welche mit ihrem Licht den Weg zu ihren Füßen erleuchtet. Den Rücken gerade und den Kopf erhoben hält sie ihren Blick geradeaus, in die Richtung schauend in die sie gehen will. Nach nur einigen Metern beginnt sie bereits eine Melodie zu summen aus welcher recht schnell ein Gesang wird. Deutlich, hell und klar ist die Stimme, mit welcher sie beginnt das Lied zu singen. Auch Deluna Len'dorel und Namia Silberwind steigen in diesen Gesang ein, und zu dritt tragen sie das Lied mit ihren Stimmen durch die Straßen.


Große Mutter, hell und klar
du schaust auf mich hernieder.
Zieh in meinem Herzen ein,
und lass es deinen Tempel sein.


So nimm denn meine Hände, und führe mich
bis an mein selig Ende, und ewiglich.
Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt.
Wo du wirst gehn und stehen, da nimm mich mit.


Große Mutter, hell und klar
du schaust auf mich hernieder.
Zieh in meinem Herzen ein,
und lass es deinen Tempel sein.


Es ist in jedem Anbeginn
das Ende nicht mehr weit,
wir kommen her und gehen hin,
und mit uns geht die Zeit.


Große Mutter, hell und klar
du schaust auf mich hernieder.
Zieh in meinem Herzen ein,
und lass es deinen Tempel sein.


Wie ist die Trennung doch so schwer,
sie bringt oft Gram und Leid.
An deinem Zelt so weiß ich wohl,
sehn wir uns alle wieder.


Große Mutter, hell und klar
du schaust auf mich hernieder.
Zieh in meinem Herzen ein,
und lass es deinen Tempel sein.


Der hergerichtete Haupteingang zur Hauptstadt der Kal'dorei.

Während sie das Lied singen folgt ihnen die Gruppe mit ihren Laternen durch die Straßen Darnassus. Durch die Terrasse der Händler, über die kleinen Brücken zurück auf die Bank zu, hinüber zu den Enklaven des Cenarius und schließlich durch die Terrasse der Handwerker auf die Terrasse der Krieger, um zum großen Platz am Haupteingang der Stadt zu gelangen. Auch dieser Platz ist hell erleuchtet von all den Laternen und festlich hergerichtet mit einem Buffet das keine Wünsche offen lässt. Dort endet ihr Laternenumzug und auch das Lied welches sie sangen. Die drei Priesterinnen positionieren sich, und um sie herum sammeln sich die Anwesenden des Festes um den weiteren Worten zu lauschen.

"So bleibt uns zum Abschluss dieses Abends noch, die Laternen in den Himmel hinaufsteigen zu lassen. Zuvor würde ich meine Wünsche und Hoffnungen, die ich aufgeschrieben habe, gerne mit euch teilen, um auch euch Anteil an meinen Gedanken haben zu lassen. .. Wer danach ebenfalls möchte, darf sein geschriebenes ebenfalls gerne mit allen teilen. Wer darauf lieber verzichten mag, aus welchen Gründen auch immer, darf dies ebenfalls gerne tun."

Die Augen der Mondpriesterin wandern dann hinunter auf ihren Zettel, welchen sie etwas angehoben hat. "Zwei ehemalige Schwestern der Schildwache haben eine lange und beschwerliche Reise angetreten, deren Ausgang und Zukunft noch ungewiss ist. Ich hoffe das beste für sie auf ihrem Weg, der sie weit in die östlichen Königreiche geführt hat. Ich hoffe das es ihnen dort gut geht und wünsche ihnen von Herzen nur das Beste auf ihrem Wege. Möge Elune stets an ihrer Seite sein, und ihr Licht sie durch die dunkelsten Zeiten führen."

Deluna Len'dorel beginnt danach ihren Zettel vorzulesen. "Als ich klein war, gab es eine Mutter, die mich immer noch stolz macht, eine Mondpriesterin, die gegen die Brennende Legion auf dem Berg Hyjal ihr Leben gab, um unseres zu schützen. Ich wünsche für sie von ihren Töchtern, dass sie von Mutter Elune gut aufgenommen wird, und das unsere Leben nicht umsonst sind."

Danach faltet Namia Silberwind ihren Zettel auseinander. Ihre Stimme ist klar und deutlich zu vernehmen als sie dessen Inhalt liest. "Ich danke meinen Ahnen. Ich danke dem letzten Familienmitglied, das mir noch geblieben ist. Mögen unsere Vorfahren uns schützen und Elune uns leiten, wohin uns unsere Reisen auch immer führen."

Naiona Moonglow nickt lächelnd und freundlich ihren beiden Begleiterinnen zu, ehe sie dann schließlich zu den Anwesenden sieht, abwartend ob es noch jemanden gibt der seine Wünsche und Hoffnungen teilen mag. Es dauert zwar einen Moment, doch dann fasst eine erste Kal'dorei der Gruppe Mut und beginnt auch ihren Zettel vor zu lesen.

"Ich wünsche meiner Schwester, die als Missionarin gefährliche Lande durchqueren muss, dass Elunes schützende Hand über sie wacht. Mögest du bald wiederkommen!"

Und es dauert auch nicht lange bis ein weiterer aus der Gruppe spricht. "Meine Gefährtin.. Ich hoffe du reitest im Himmelszelt mit deinen gefallenen Schwestern. Wache über deine Tochter, die du mir zurückgelassen hast."

Und wo sich nun langsam immer mehr trauen ihre Gefühle zu teilen, spricht noch ein weiterer, Tanduil Schattenrose. "Mein Vater, wo auch immer du bist. Ich hoffe du bist gesund und wohlauf. Ich wünsche dich eines Tages wiedersehen zu können."

Die Mondpriesterin spricht dann, nach einem Moment den sie noch gewartet hatte, weiter. "Dann lasst uns nun gemeinsam die Laternen aufsteigen lassen. Auf dass sie den umherirrenden Seelen den Weg an die Seite unserer Mutter weisen." Sie lässt dann, gemeinsam mit dem daran angebundenen Kärtchen, ihre Laterne mit einem leichten Schubs in den Himmel aufsteigen. Und mit ihr, tuen es auch die Anwesenden.

Eine nahe stehende Schildwache gibt, als die erste Laterne der Mondpriesterin hinauf steigt, ein Handzeichen an eine weitere Schildwache und dies zieht sich wohl durch ganz Darnassus. Denn nun kann man nach und nach die Laternen aus der ganzen Stadt hinaufsteigen sehen. Das Licht der vielen Laternen erhellt die Bäume und Gebäude für den Moment an welchem sie an diesen vorbeiziehen und letztendlich wird der dunkle Nachthimmel über Darnassus beinahe vollständig von den Lichtern erhellt, während diese immer weiter in diesen hinauf steigen.

Erneut beginnt die Mondpriesterin eine, vom heutigen Abend bereits bekannte, Melodie zu summen, welche abermals recht schnell zu einem Gesang wird. Deutlich, hell und klar, wie auch zuvor schon. Und abermals steigen auch ihre Begleiterinnen mit in den Gesang ein.

Die Laternen werden in den Nachthimmel entlassen.


Große Mutter, hell und klar
du schaust auf mich hernieder.
Zieh in meinem Herzen ein,
und lass es deinen Tempel sein.


Wie ist die Trennung doch so schwer,
sie bringt oft Gram und Leid.
An deinem Zelt so weiß ich wohl,
sehn wir uns alle wieder.


Die Melodie neigt sich dem Ende, und die Priesterinnen lassen den letzten Ton verklingen. Ehe dann die Frau im weißen Gewand, Naiona Moonglow die letzten Worte des Abends spricht.

"Nun neigt sich unser Fest dem Ende. Doch wollen wir zum Abschluss des Kal'falor a'nors noch gemeinsam Feiern, den Mut, die Tapferkeit, das gelebte Leben und den Glauben an unsere Mutter. Denn jedes Ende ist auch ein Neubeginn, den es wahrzunehmen und zu schätzen gilt. An der feierlich gedeckten Tafel lade ich jeden herzlich ein zu bleiben so lange es ihm beliebt, bei Speis und Trank derer dankbar zu sein die uns begleiteten und einen Abschnitt unseres Lebens bereicherten."


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